Sonntag 19.07. 14.00 Uhr Pro NRW und HOGESA in den Weg stellen!

Sonntag 19.07. 14.00 Uhr
Pro NRW und HOGESA in den Weg stellen!

Diesen Sonntag, den 19.01. mobilisiert die extrem Rechte – selbsternannte – Bürgerbewegung PRO NRW unter dem Motto „Hasta La Vista, Salafista“ zu einem Helal-Imbiss nach Hagen, der in den letzten Wochen durch den Besuch einiger bekannter Größen aus der salafistischen Szene in die Öffentlichkeit geraten ist. Als Anmelder fungiert hier Dominik-Horst Roeseler, Ratsherr in Mönchengladbach, stellvertretender Parteivorsitzender, Kreisvorsitzender Mönchengladbach der Bürgerbewegung PRO NRW und Mitglied bei HOGESA. Es darf also damit gerechnet werden, dass neben den motivierten Klemmbrett-Nazis auch die unterforderten Faustkämpfer_innen von HOGESA mit von der Partie sein werden.

Hintergrund:
Der Inhaber des Magrib-Grills auf der Hagener Bahnhofstraße wirbt mit dem Prädikat Helal (die traditionelle islamische Schlachtung), einer traditionell-konservativ islamischen Ausrichtung des Lokals und veröffentlicht auf der Facebook-Seite mit deren Einverständnis regelmäßig Fotos seiner Gäste. Unter diesen Gästen waren auch einschlägig bekannte Redner der salafistischen Szene wie Ibrahim Abou Nagie oder Abu Adam (Sven Lau) und Mitglieder der Lies!-Aktionen. Mit eben jenen ließ sich der Inhaber gemeinsam fotografieren und richtete auf Facebook Gruß und Dank an seine Brüder für ihren Besuch, die er – wie alle anderen Gäste auch – gerne in seinem Lokal begrüße. Darauf wurde unter Anderem die BILD-Zeitung aufmerksam und veröffentlichte einen reißerischen Artikel über den „Salafisten-Imbiss“, der über Hagen hinaus große Wellen schlug.
Von dem Inhaber wurde von diversen Seiten eine distanzierende Stellungnahme gefordert, die er bis heute verweigert. Nach seiner Aussage besuchen neben Muslimen, auf die das Angebot eben ausgerichtet ist, auch Jesid_innen und Kurd_innen den Imbiss. Zitat:

„Und an die Leute die negativ bewerten obwohl sie noch nie vor Ort waren oder das nur weil bestimmte Leute bei uns Burger gegessen haben kritisieren. Denen möchte wir mitteilen das wir mit keiner Organisation noch mit einem Verein auch kein Darul arqam oder sonstiges zu tun haben und das eine Beschuldigung ist.
Bei uns kommen Kurden, Yeziden deutsche Familie alle Essen!
Wir sind weit und breit der einzige helal Burger laden und es ist klar das uns viele dadurch zu Besuch kommen und Gast ist Gast.“
Quelle: Facebook

Wie auch immer die Aussagen des Inhabers an dieser Stelle zu bewerten und einzuordnen sind, so steht doch fest, dass der Aufruf von PRO NRW weder einem emanzipatorischen Ansatz, noch einer fundierten Kritik an religiösen Begleiterscheinungen und Menschenverachtung folgt. Vielmehr wird sich hier die schmale Spitze eines nie geführten Diskurses gekrallt, um als Fundament für die ewig gleiche reaktionäre Forderung nach (deutscher) Identität, Vaterland und Tradition herzuhalten.
Dieser populistischen Deutschtümelei und der Verbreitung nationalistischer
Handlungsformen wollen wir gemeinsam entgegen treten!
Wir sehen keine Solidarisierung mit dem Imbiss und den Mitarbeitenden, aber noch weniger
sehen wir ein, gestandenen Nazis das Trittbrett zuzugestehen!

Weder in Hagen, noch sonst wo soll es auch nur einen Fußbreit den Faschisten geben!
Ob religiöser Fanatismus oder die Akteure von PRO NRW, HOGESA und DIE RECHTE -
wir bieten keinen Platz für Rassismus, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus und Nationalismus!

Am Sonntag den 19.07. heißt es, PRO NRW und seinen Mitbringseln deutlich zu machen, dass ihr rassistisch- und reaktionär motivierter Protest keinen Stand hat!
Treffpunkt ist zwischen 12.15 und 12.30 Uhr am Hagener Hauptbahnhof. Von dort aus werden wir gemeinsam zum Kundgebungsort gehen.

PS: PRO NRW hat für 13.30 Uhr zum Hauptbahnhof mobilisiert. Es ist damit zu rechnen,
dass der Großteil der Demo-Teilnehmer_innen zu diesem Zeitpunkt mit der
Bahn anreisen wird.

Kommt zahlreich, seid laut und unterstützt uns bei unserer Gegenwehr!

Letzter Teil der Reihe: 22.05.2014 „Into the Fire“

Am Donnerstag, den 22.05 um 19 Uhr, findet schon der letzte Teil der Veranstaltungsreihe „Europas Rechte auf dem Vormarsch“ statt, diesmal im Kino Babylon des Kulturzentrum Pelmke. Nach der Filmvorführung wird die Regisseurin Kate Mara von ihren Erfahrungen während der Dreharbeiten berichten.

Griechenland wurde heftig von der Finanzkrise getroffen. Die Auswirkungen im Alltag sind aber wenig bekannt, und kaum jemand weiß, wie es den Geflüchteten und Migrierenden geht, die in Griechenland leben. Mit der zunehmenden Armut nimmt auch der Rassismus zu. Ohne Obdach, Papiere und Unterstützung sind die Flüchtlinge den griechischen Behörden ebenso ausgeliefert wie den gewalttätigen Übergriffen von Neonazis und der Polizei. Sie dürfen Griechenland nicht verlassen, finden aber auch keinen Schutz.

Die Dokumentation „Into the Fire“ gibt Einblicke in das Leben der Flüchtlinge, die in Europa ein besseres Leben suchen, und zeigt die verheerenden Auswirkungen der europäischen Krisen- und Flüchtlingspolitik.

Runde 3: Nationalismus und extreme Rechte in Griechenland – Entwicklung und Ursachen

Dienstag 29.4.2014 um 19 im KUZ Pelmke, mit Andreas Speit

„Europäisch, weiß, christlich“ – in ihrem Wertehorizont sind sich die rechten Parteien und Strömungen in Europa einig. Diese Werte sind jedoch nicht exklusiv, sondern bilden die Grundlage für eine nationale Identität, die nicht nur Aushängeschild extrem rechter Akteure in nationaler Politik und Europa-Parlament ist, sondern auch ein Resultat gesellschaftlicher (Rück-) Entwicklung darstellt.

Das Beispiel Griechenland zeigt, dass Parteien wie die „Goldene Morgenröte“ (Chrysi Avgi) sich als militante „Kümmererpartei“ inszenieren. Hohe Arbeitslosigkeit, die Euro-Krise und die Politik der Troika sind Faktoren, die rechtskonservativen Parteien in die Hände spielen und darüber hinaus den äußeren Rand der extremen Rechten erstarken lassen. Die propagierte Angst vor vermeintlicher Fremdherrschaft findet besonders dort ihre ZuhörerInnen, wo die Krise zu einer Verschlechterung der Lebensumstände beigetragen hat. Dass diese Auswirkungen allerdings kein alleiniges Erklärungsmuster für das Erstarken der Rechten liefern, stellt Andreas Speit durch den Vergleich mit den Entwicklungen in Frankreich und den Niederlanden dar.

Andreas Speit ist Mitautor von „Europas radikale Rechte: Bewegungen und Parteien auf Straßen und in Parlamenten“ und arbeitet als freier Journalist bei der taz und Der Rechte Rand

Runde 2: Ungarn

Flyer Schon sehr, sehr bald am Mittwoch den 26. 03 dürfen wir Holger Marcks in der Pelmke begrüßen. Der Fokus des Vortrags liegt diesmal auf Ungarn. Hier noch die Rückseite des Flyers zur Veranstaltung.

Kurzer Radiobeitrag zur ersten Veranstaltung

Nach unserer ersten sehr gut besuchten Veranstaltung am vergangenen Donnerstag hat Radio Hagen einen kurzen Beitrag dazu gesendet den ihr euch hier
anhören
könnt. Bei dieser Gelegenheit vielen Dank für euer zahlreiches Erscheinen und auch nochmal vielen, vielen Dank an Jörg Kronauer für einen glänzenden Einführungsvortrag.